Sie möchten sich in der freien Natur bewegen? Ihrem Körper etwas Gutes tun? Vielleicht sogar ein wenig Fett verbrennen? Und obendrein wollen Sie auch noch Spaß haben? Dann gibt es jetzt für Sie die ideale neue Fun-Sportart: Skiken.
Kein Joggen mehr, das die Gelenke strapaziert. Kein Nordic Walking mehr, das auf Dauer der auf Power setzenden Sportskanone als zu lahm erscheint. Kein Inline-Skaten mehr, bei dem der eine oder andere Stürze befürchtet oder nicht einmal das Gleichgewicht halten kann. Skiken ist anders.
Skiken ist eine Erfindung des Österreichers Otto Eder. Das Wort setzt sich zusammen aus “skate” und “bike”. So wird auch schnell deutlich, welche Sportarten sich hier verbinden. Ein Skike sieht aus wie ein Miniroller-Schuh, nur haben Sie an jedem Fuß einen solchen. Durch die Befestigung im unteren Bereich der Wade erhält der Skiker Halt.
Im Gegensatz zu den Inlinern hat jedes Skike nur zwei Rollen. Diese sind Luftreifen mit einem Raddurchmesser von zirka 15 Zentimetern. Dazwischen befindet sich ein Steg, auf dem der Fuß steht. Einstellbar ist dieser Steg in der Regel zwischen den Schuhgrößen 36 bis 47. Ein Skike ist trotz Alu-Leichtbauweise und seinem auf dem ersten Blick etwas “windigen” Aussehen stabil und wiegt etwa zwei Kilogramm.
Zum Skiken gehören neben den beiden Skikes unter den Füßen auch Stöcke, am besten aus Aluminium oder Carbon. Bei den Griffen ist darauf zu achten, dass deren Oberflächen nicht zu glatt sind. Speziell für Nordic Inline Stöcke entworfene Schlaufen gewährleisten auch bei längeren Strecken die Blutzirkulation. Die notwendige Stocklänge ist wie beim Nordic Walking zu errechnen. Sie ergibt sich aus der Multiplikation der Körpergröße mit dem Faktor 0,9. An das Schuhwerk werden keine besonderen Anforderungen gestellt.
Skiken kann als Ausdauersport betrieben werden. Es fördert die Durchblutung, ist gut für Herz und Kreislauf und schont außerdem die Gelenke, Bänder und Sehnen. Das beste am Skiken: Es ist auf den unterschiedlichsten Untergründen möglich – onroad und offroad. Allerdings zeigt sich, dass feste ebene Wege oder Straßen am besten geeignet sind, während der Skiker auf Flächen mit Mulden, Steinen oder zu weichem Untergrund mitunter stecken bleiben kann.
Skikes können Sie für ab 250 Euro erstehen. Dazu müssen Sie für die Stöcke mit etwa 70 Euro rechnen und natürlich gehört auch die Schutzkleidung (Helm, evt. Knieschoner) zum Skiken dazu.
Erste Skike-Fahrer zeigen sich übrigens begeistert. Von “Kein Vergleich zum Nordic Blading mit Inline Skates” über “Für mich ist Skiken ein voller Ersatz für das Joggen geworden.” bis hin zu “Bladen ist Silber – Skiken ist Gold!” ist alles zu hören. Also – worauf warten Sie noch? Probieren geht über studieren, heißt es doch so schön. Stimmt ja auch. Na dann allseits gute Fahrt und viel Spaß!