Schuldenfalle Ratenkauf – das Haushaltsbuch kann helfen

“Jetzt kaufen – später zahlen!” Diesen Satz findet man häufig in Kaufhäusern, in Katalogen und im Internet. Für beinahe alle Produkte, die etwas mehr kosten als der aktuelle Barbestand im Portemonnaie des Kunden, wird heutzutage ein Ratenkauf angeboten. Der Handel ist äußerst interessiert daran, neben dem Verkaufserlös des Produktes zusätzlich einen Zinsgewinn zu erzielen. Nicht selten entpuppt sich das gute Angebot aber als Schuldenfalle.

An dieser Stelle ist für den Konsument Vorsicht geboten. Beim Angebot eines Ratenkaufs sollte stets der effektive Zinssatz der Finanzierung überprüft werden und man sollte als Kunde den tatsächlichen Kreditbetrag erfragen. So angenehm es auch klingt, wenn es heißt, man müsse nur ein paar Euro monatlich für den neuen Fernseher zahlen, so fatal können die Folgen sein, wenn man seine laufenden, monatlich anfallenden Kosten aus dem Ruder laufen lässt und auf einmal wegen einem Ratenkredit vor einer großen Schuldenfalle steht.

Der Ratenkauf setzt genau an diesem psychologisch schwachen Punkt an und verleitet die Kunden dazu, eine Kreditverbindlichkeit einzugehen. Nicht selten liegen die Zinsen für solche “versteckten” Kredite im zweistelligen Bereich. Für einen 2000 Euro teuren Fernseher, den der Kunde in Form eines Ratenkaufs erwirbt, zahlt er also bei einer angenommenen Laufzeit von einem Jahr bei 10% Zinsen satte 200 Euro zusätzlich.

Im Idealfall sollte also beim Kauf von Konsumgütern, wie beispielsweise dem Fernseher, komplett mit eigenen Mitteln, in einer Summe und sofort bezahlt werden. Falls die Geldmittel auf dem Konto nicht für eine sofortige Bezahlung ausreichen und ein Ratenkauf unausweichlich ist, sollte erst ein Ratenkredit Vergleich angestellt werden und dann, ganz traditionell, ein Haushaltsbuch geführt werden, in welchem die regelmäßigen monatlichen Ausgaben exakt aufgeführt werden. Diese müssen stets mit den Einnahmen durch Lohn und Gehalt verglichen werden, um jederzeit sicher zu gehen, dass ein finanzieller Spielraum erhalten bleibt und man nicht auf einmal unerwartet vor einer Schuldenfalle steht.

Unter dem Strich ist der Ratenkauf also keine Erleichterung für nicht zahlungskräftige Kunden. Viel mehr wird die zeitliche Streckung der Bezahlung durch die zumeist hohen Zinsen teuer erkauft. Diszipliniertes, vorzeitiges Sparen ist hier somit der beste Weg, unnötige Kosten zu sparen.

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2 Reaktionen zu “Schuldenfalle Ratenkauf – das Haushaltsbuch kann helfen”

  1. Basti, am 12. August 2008:

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  2. Baden Baden, am 24. Oktober 2008:

    Manchmal wundert es mich schon, dass sich scheinbar gar nicht so viele Menschen von solchen Locksprüchen zum Einkaufen verleiten lassen. Gespart ist dabei doch wirklich nichts.

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