Vor vielen Jahren lag es schon mal im Trend, sich auf einen Bauernhof aufs Land zu verziehen und dort zum Großteil Selbstversorger zu spielen. Damals gehört dies aber mehr zur Öko-Weltverbesserer-Schiene und wurde von den richtigen Städtern noch müde belächelt. Seit aber die Bioprodukte Furore machten und sich einen immer größeren Marktanteil in der Gesellschaft erobern, steht „zurück zur Natur“ und damit auch das Liebäugeln mit einem Bauernhof bei vielen wieder auf der Hitliste. Die Fernsehsendung „Bauer sucht Frau“ hat sicherlich auch ihren ganz eigenen Beitrag dazu geleistet.
Allwöchentlich erreicht die Partnervermittlungssendung „Bauer sucht Frau“ Millionen von Haushalte, die gespannt die Liebesgeschichten der attraktiven Bauern auf Partnersuche verfolgen. Ganz nebenbei erfährt der Zuschauer viel vom Leben und Arbeiten auf den Bauernhof, das je nach Ausrichtung unterschiedlichen Aufwand mit sich zieht. Ob die eine Frau nun Angst hat, den Schweinestall zu betreten, die andere sich vor Hühnermist ekelt, es wird lächelnd verfolgt, was das Leben auf dem Bauernhof so alles mit sich bringt.
Einem jedem Zuschauer dürfte klar sein, das Leben auf dem Bauernhof ist kein Zuckerschlecken, vor allem wenn es um die Aktivität geht. Anstatt faul der Couch rumzulungern erklingt der Ruf des Stalls, der Tiere oder des Feldes. Und doch gelangen auch Viele ins Träumen, wie es denn wäre, selbst auf einem Bauernhof zu wohnen. Ein paar Tiere, Gemüse und Obst selbst anbauen und ernten, klingt schon verlockend. Das Ei schmeckt frisch aus dem freilaufenden eigenen Huhn sicher tausendmal besser als aus dem Supermarkt. Selbst die Eier aus dem Bioladen können da nicht mithalten.
Und wer schon sein Fleisch oder Gemüse direkt vom Bauernhof gekauft hat, dem ist der geschmackliche Unterschied sicher bekannt. Frische Lebensmittel, die ganz ohne künstliche Zusätze und chemische Keulen auskommen, schmecken einfach viel besser. Wenn sie dazu noch vom eigenen Bauernhof kämen, wäre dies doch das non plus ultra. Und so tragen sich die ein oder anderen mit dem Gedanken, sich einen Bauernhof zu kaufen oder auch zu mieten.
Doch der Umzug auf einen Bauernhof birgt auch Nachteile. Zum einen ist ein Bauernhof immer ländlich gelegen, was höhere Fahrtwege mit sich bringt und somit mehr Zeit- und Geldaufwand, denn schließlich kann nicht alles vom eigenen Bauernhof geliefert werden. Zudem ist eine Selbstversorgung auch nicht immer lebensunterhaltend und irgendwo muss ja das Geld für die monatlichen Kosten herkommen. Ein Bauernhof stellt also auch vor bisher unbekannte Herausforderungen und so sollte es sich doch erst gründlich überlegt werden, welcher Schritt wirklich gegangen wird.
Ansonsten bleibt ja immer noch vom Bauernhof zu träumen, auf die nächste Staffel von „Bauer sucht Frau“ zu warten oder der Urlaub auf dem Bauernhof.
Eine Reaktion zu “Der Bauernhof nicht erst seit Bauer sucht Frau im Trend”
Ja, es ist wahr, seit dieser Fernsehsendung hat der Trend zum Bauernhof wieder einen Aufschwung. Viele wollen jetzt einen Bauernhof mieten oder auch kaufen. Wir Immobilienmakler freuen uns natürlich über den Aufschwung. Die Frage ist wirklich nur auch, ob die Menschen hier nicht etwas zu romantisch sind oder sich das zu unrealistisch vorstellen. Guter Beitrag, danke!